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Was sind Superfoods? Einfach erklärt.

Als Ernährungscoaches und Foodblogger sind wir absolut für bessere Lebensmittel. Der Begriff „Superfood“ vermittelt den Eindruck, dass Produkte die so bezeichnet werden nicht nur gut, sondern anderem Essen weit überlegen sind. Aber was ein Superfood eigentlich genau sein soll, weiß eigentlich niemand so richtig.

Als „Superfood“ gelten Lebensmittel, die besonders viele Nährstoffe und andere positive Eigenschaften und gleichzeitig kaum Nachteile haben. Ein hoher Gehalt an Antioxidantien und Vitaminen, sowie geringe Kalorien gelten als gut. Aber es gibt VIEL mehr zu betrachten.

In diesem Artikel sagen wir dir unsere Meinung dazu, was ein Superfood ausmacht und welche Perspektiven und Kriterien es bei der Bewertung von „super Lebensmitteln“ geben kann. Aber gibt es eigentlich überhaupt sowas wie ein Superfood oder ist das wieder nur Hype?

Was sind Superfoods 1

Woher kommt der Begriff Superfood?

Anfang der 1990er Jahre kam ein Kochbuch mit dem Titel Superfoods in die Buchläden. Es wurde von dem Heilpraktiker Michael Van Straten mitverfasst, der zu den wenigen Menschen gehört, die einen der am meisten verbreiteten Marketingbegriffe unserer Zeit geprägt haben sollen.

Das Buch enthüllte Stratens „Vier-Sterne-Superfoods“, die „die lebenswichtigen Bausteine liefern, die die Widerstandskraft deines Körpers gegen Stress, Krankheiten und Infektionen stärken“. Die Liste enthielt wenige Überraschungen und bestand lediglich aus Produkten, die in der traditionellen Ernährungslehre als „gut“ gelten: gewöhnliches Obst und Gemüse, Vollkornprodukte und Nüsse.

Inhaltlich war das Werk wirklich nicht erleuchtend oder gar revolutionär, aber der Begriff Superfood blieb im Handel kleben. Denn was super ist, verkauft sich gut.

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Was zählt zu den Superfoods?

Eine offizielle und vor allem rechtlich Bindende Definition für den Begriff Superfood existiert nicht, dieser Aspekt ist äußert wichtig. Das bedeutet, dass wirklich jedes Lebens- oder Genussmittel vom Hersteller als Superfood bezeichnet werden darf, völlig legal.

Unverbindliche Beschreibungen des Wortes existieren natürlich trotzdem.

Das Oxford English Dictionary beschreibt Superfood als „nährstoffreiches Lebensmittel, das als besonders förderlich für und Wohlbefinden erachtet wird“.

Im EFIC (Europäisches Informationszentrum für Lebensmittel) sagt man „Lebensmittel, insbesondere Obst und Gemüse, die aufgrund ihres Nährstoffgehaltes einen höheren gesundheitlichen Nutzen als andere Nahrungsmittel haben“[1].

So gut gemeint wie diese Definitionsversuche auch sein mögen, stellen sie letztendlich nur eine Meinungsäußerung dar. Eine ziemlich schwammig obendrein. Denn was ein „hoher Nährstoffgehalt“ genau ist, als „besonders förderlich für die Gesundheit“ gelten darf oder anhand welcher Werte wie wir „nährstoffreich“ messen wollen, ist heute strittiger denn je.

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Die Lebensmittel, die letztendlich am häufigsten mit dem Label Superfood ausgestattet werden, sind die folgenden:

Beeren enthalten viele Vitamine, und sekundäre Pflanzenstoffe wie Antioxidantien. Besonders Heidelbeeren, Goji, Aronia und Acai werden häufig genannt.

Algen, Gräser und Kräuter häufig wegen eines hohen Eisen-, und Mineralstoffgehaltes gelobt. Algen enthalten außerdem die gut bioverfügbaren Fettsäuren DHA und EPA.

Fermentiertes wie Sauerkraut, Kimchi oder Kombucha ist reich an probiotischen Bakterienkulturen. Dies soll gut für die Darmgesundheit, insbesondere die Darmschleimhaut und das Mikrobiom sollen davon profitieren.

Ingwer, Kurkuma und Galgant enthalten Mineralien, ätherische Öle, Antioxidantien und viele andere hochgeschätzte Nährstoffe. Außerdem sind sie von einem Hauch Fernost umgeben, das wirkt auch gesund.

Kohl- und Blattgemüse gelten ebenfalls als besonders nährstoff- und ballaststoffreich. Auch die enthaltenen Senföle, Antioxidantien und Polyphenole stehen hoch im Kurs.

Saaten und Kerne sind oft reich an Ballaststoffen und verschiedenen anderen Vitalstoffen, die dem neuen Pflanzensprössling als Nahrungsquelle dienen sollen. Chia- und Leisamen liefern beispielsweise Alpha-Linolensäure (Omega 3).

Selten genannt werden tierische wie Eier, qualitativ hochwertiges Weide- und Wildfleisch oder ölreiche Fische wie Lachs oder Sardinen. Hier ist die Nährstoffdichte zum Teil von wesentlich höher als bei pflanzlichen „Superfoods“, leiden aber unter einem unverdient schlechten Ruf.

Was bewirkt Superfood?

Lebensmittel, die die Bezeichnung Superfood verdient haben, liefern durchaus viele Vitamine, Mineralstoffe und andere möglicherweise gesundheitlich förderliche Substanzen. Wenn du also Superfoods bewusst in deine Ernährung einbaust, erhöhst du damit möglicherweise die Menge und Bandbreite der Nährstoffe, die du zu dir nimmst.

Der Effekt ist genau der gleiche, den wir grundsätzlich im Kontext der gesunden Ernährung erwarten und anstreben. Besseres Körpergefühl, ein stabileres Immunsystem und allgemein bessere Gesundheit. Möglicherweise auch höhere Leistungsfähigkeit von Geist und Körper – die Liste kann sehr lang sein, aber wir können es abkürzen.

Von besserem Essen erwarten wir letztendlich ein besseres und längeres Leben, das gesund machen und/oder gesund halten soll.

Bei Superfoods glauben wir, dass die Substanzen die dieses Ziel ermöglichen (oder zumindest unterstützen) in konzentrierter Form enthalten sind.

Das soll nicht heißen, dass wir zwangsläufig der Überzeugung sind, dass diese Glaube den Tatsachen entspricht. Aber es gibt natürlich zahlreiche gut erforschte Stoffe, die für uns nachgewiesenermaßen sehr gesund oder sogar lebenswichtig und eben in diesen Lebensmitteln enthalten sind.

Ich glaube, die Sichtweise, dass Superfoods im schlechtesten Fall ganz normale sind und im besten Fall zu einer guten Vitalstoffversorgung beitragen, ist ziemlich realistisch.

Ist Superfood notwendig?

So hoch wie Handel, Medien und vor allem auch die Sozialen Medien die Superfoods halten, könnte der Eindruck entstehen, dass wir auf sowas nicht verzichten können. Oder zumindest nicht, wenn wir fit und gesund sein und bleiben wollen.

Diese Denkweise ist natürlich Käse.

Selbstverständlich brauchen wir mit vielen verschiedenen Nährstoffen und möglichst wenigen Schadstoffen, das bestreitet ja niemand.

Aber Lebensmittel, die das bieten können, finden wir überall. Die Frische und moderate Naturbelassenheit von Lebensmitteln bringt uns auf Dauer viel mehr, als die Laboranalysen von südostasiatischem Wurzelgemüse oder Urwaldbeeren, die mal viel Vitamin C hatten, bevor sie vor 6 Monaten geerntet, getrocknet und eingetütet um die halbe Welt geschippert worden sind.

Wenn du mit einem täglichen Smoothie aus Gerstengraspulver gesund bist, wirst du ohne auch nicht krank. Umgekehrt können auch noch so viele Superbeeren und Heilkräuter keinen ungesunden Lebenswandel und Fast Food-basierte Ernährung ausgleichen.

Superfoods KÖNNEN ein Teil davon sein und als natürliche Nahrungsergänzung dienen, aber niemals als Hauptquelle lebenswichtiger Nährstoffe. Den Ausschlag gibt aber der Ernährungsalltag, nicht die i-Tüpfelchen.

Ergo: nein, du Superfoods sind nicht notwendig, um dich gesund zu ernähren. Ein kleines bisschen helfen können sie aber trotzdem.

Wir selbst verlassen uns aber lieber auf gezielte Nahrungsergänzung mit kontrollierter Qualität und Dosierung.

Rezeptempfehlung


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Eine schöne lecker, leichte Nachspeise die auch Optisch noch viel her macht :). Die Frische von Beeren gepaart mit dem südlichen Touch von Kokos.
Zum Rezept
eatKETO! ist ein Programm von salala.de

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