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Schlesischer Mohnkuchen mit Streusel vom Blech

Heute gibt es Low Carb Mohnkuchen ohne Zucker und Mehl – und natürlich mit dem selbstgemachten Mohnback von letzter Woche. Und als Topping gibt es sogar glutenfreie Streusel! Wenn du Mohnkuchen magst, ist dieses Rezept absolute Pflicht :)

Was ist ein Schlesischer Mohnkuchen?

Mohnkuchen und Mohngebäck gibt es in vielen Formen und Farben. Als Rolle oder Strudel, Mohncroissants oder -hörnchen und Schneckennudeln mit Mohn oder auch viele verschiedene Rührkuchen die einfach einen gewissen Anteil Blaumohn oder Graumohn im Teig haben. Oder eben eine Füllung aus Mohn, wie wir heute.

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Der schlesische Mohnkuchen ist dabei vermutlich eine der einfachsten Varianten. Es ist ein Blechkuchen mit drei Schichten: ein einfacher Boden aus Hefeteig, darauf eine Füllung aus Mohnback und Streusel als Topping. Das wars schon.

Einfachheit hat aber hier mal wieder ihren Charme, weil der Kuchen wirklich schnell gemacht ist und kaum etwas schiefgehen kann. Er hält sich auch problemlos eine Woche. Danach brauchst du allerdings ziemlich viel Kaffee dazu, weil er dann schon ziemlich trocken geworden ist ;)

Austauschbare Zutaten

Wir haben für den Mohnkuchen Kuhmilch verwendet und das auch so ins Rezept geschrieben. Die Kuhmilch kannst du ganz sicher gegen Schafs- oder Ziegenmilch austauschen und mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit auch durch Nussmilch wie Haselnuss- und Mandelmilch oder auch Kokosmilch, wenn das geschmacklich für dich in Ordnung ist.

Als Süße haben wir Erythrit verwendet. Die Alternativen sind natürlich oder eine Xylit-Erythrit-Mischung. Du solltest den Teig auch in jedem Fall abschmecken und an dein persönliches Süßempfinden anpassen.

Das Mandelmehl kannst du 1:1 gegen Haselnussmehl tauschen, aber nicht einfach so gegen gemahlene Mandeln oder andere Nüsse. Dabei ändert sich nämlich der Fettgehalt dramatisch, was im Gegenzug die Backeigenschaften verändert, so dass du weitere Anpassungen am Rezept machen müsstest. Das gilt im Übrigens auch für quasi jedes andere Rezept mit solchen Zutaten.

Ist eigentlich jeden Tag ok?

Die Idee, von irgendwas so oft und so viel essen zu können, solange kein Zucker und kaum Kohlenhydrate drin sind, ist wirklich verlockend. Und wer ungefiltert alles aufsaugt, was Social Media und der Rest des Internets dazu zu sagen haben, kann unmöglich zu einem anderen Schluss kommen.

Hauptsache Low Carb oder und alles wird gut, kann gar nicht schiefgehen und gilt für jeden. So kommt das jedenfalls meistens rüber, wenn man sich Ernährungsprogramme, Autoren, Apps, Bücher, Blogs und Lebensmittelshops zum Thema anschaut.

Und vielleicht sind wir da auch ein bisschen mit Schuld. Man möchte ja an seiner selbstgewählten Ernährungsphilosophie – oder Philosophie, Lifestyle und Wertesystem allgemein – gerne alles gut finden, jedes ‚aber‘ tut ein bisschen weh. Und ist natürlich auch schlecht fürs Marketing. Wer will schon Werbung machen, die mit Sternchen und Einschränkungen gespickt ist?

Es ist aber nicht alles Gold was glänzt. Die Rezepte und Lebensmittel, die oft am besten geklickt bzw. verkauft werden, sind genau die, die mit ganz viele ABERs und Sternchen markiert werden müssen. Süßspeisen, Gemüsechips, Kuchen und Teilchen, Schokoriegel, Pralinen, zuckerfreie Schokolade, Eiscreme, Müsliriegel, Schokoaufstrich… du erkennst das Muster.

Süß- und Knabberkram ist kein echtes Essen. Auch dann nicht, wenn die Nährwerte und manchmal auch die Zutaten dem Rahmen nach zu LC/Keto passen. Dafür gibt es mehrere Gründe:

Mohnkuchen mit Streusel ohne Zucker

Kuchen und Süßkram isst du nicht, weil du Hunger hast

Wenn du wirklich körperlichen Hunger hast, dann ist dir meistens völlig egal, was du kriegst. Im Umkehrschluss heißt das: wenn du was zu naschen willst, dann hat das nichts mit eigentlicher Nährstoffversorgung zu tun, sondern eher mit Belohnung oder Abwechslung. Das ist eigentlich nicht schlimm, sollte dir aber bewusst sein.

Snacks aller Art sind gemacht, um dich mehr Essen zu lassen

Im Englischen existiert die Wortschöpfung „hyper-palatable“, die sich recht holprig zu „hyperschmackhaft“ oder „überschmackhaft“ übersetzen ließe. Gemeint sind damit Lebensmittel, die es dir absichtlich schwer machen sollen mit dem Essen aufzuhören.

Das erreicht man durch die großzügige Kombination aus Zucker und/oder Stärke, Salz und Fett. Pimpt man ein Erzeugnis mit genug davon, wird es als schmackhafter wahrgenommen als es „ohne“ wäre. Die Beispiele sind relativ offensichtlich: gesalzene Nüsse, Kartoffelchips und jeder andere salzige Knabberkram, fruchtige und schokoladige Sahne- oder Puddingcremes, Donuts, süßes Gebäck, jeder Kuchen, jede Praline und jeder Schokoriegel, aber auch jede Art von Fast Food oder Street Food auf dem Jahrmarkt und so weiter und so fort.

Auch wenn wir diese imitieren und dabei Zucker streichen und andere Kohlenhydrate auf ein absolutes Minimum begrenzen, imitieren wir trotzdem noch den eigentlichen Zweck: wir essen davon mehr als gut für uns ist. Wer das verhindern will, muss alle Lebensmittel, auch diese Snacks und Naschereien ins Budget einrechnen und abwiegen. Und jetzt versuch mal eine befriedigende Menge gebrannte Erdnüsse oder selbstgemachte Schokoriegel in einen Ernährungsplan einzubauen… das geht schon mal, aber nicht ständig.

Was da ist, kommt auch weg

Dieser Punkt hängt mit den ersten beiden zusammen und könnte auch „Gelegenheit macht Diebe“ heißen. Es ist echt schwierig, solche im Haus zu haben und NICHT ständig davon zu essen – und wenns nur wenig ist. Es mag ein paar Einhörner unter unseren Lesern geben, die damit absolut kein Problem haben und Knabberkram im Schrank vergessen, bis er rostet. Den meisten Menschen passiert sowas aber nicht…

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Also darf ich jetzt Kuchen essen oder nicht??

Das soll alles nicht heißen, dass du keinen Mohnkuchen backen sollst. Wenn das unsere Meinung wäre, bräuchten wir ja das Rezept gar nicht erst zu veröffentlichen. Der Gedanke soll eher sein, mit solchen Speisen maßvoll umzugehen.

Maßvoll kann heißen, nur das halbe Rezept zu backen, damit der Kuchen dann auch an einem Wochenende gegessen ist. Es kann auch heißen, die Häufigkeit einzuschränken – es muss einfach nicht jede Woche Kuchen oder Süßes geben – warte auf einen Anlass. Geburtstag, Besuch von Freunden oder sowas, und lass es dir dann auch wirklich schmecken. Wenn sowas alle 4-6 Wochen mal vorkommt, dann spielt es eben auch keine Rolle, ob du über die Stränge schlägst oder nicht.

Weil genau für SOWAS sind diese da. Nicht als Grundnahrung, sondern als Belohnung und Abwechslung. Eine Belohnung die du pro Woche 3-4x kriegst, entwertet sich aber schnell und von Abwechslung kann man dann ja auch nicht mehr sprechen.

Also: solange du dir die Besonderheit solcher Speisen erhalten kannst, spricht nichts gegen Kuchen, Kekse und Schokotorten. Verwechsele sie nur nicht mit echtem Essen :)

liebe Grüße
Nico

Rezeptempfehlung


Mohnback ohne Zucker
Ein einfaches Grundrezept für eine leckere, zuckerfreie Mohnfüllung. Damit kannst du Blechkuchen oder auch Hefeteige füllen.
Zum Rezept
Mohnkuchen mit Streusel ohne Zucker

Schlesischer Mohnkuchen mit Streuseln vom Blech

Vroni
Leckerer, ketogener Blechkuchen mit Mohnfüllung und Streuseln drauf. Diesen Kuchen kannst du auch ohne Probleme schon 1-2 Tage vorher zubereiten, da er sich im Kühlschrank mind. 4 Tage hält. Er schmeckt am 2. Tag sogar noch ein wenig besser :).
5 von 1 Bewertung
Vorbereitung 2 Stdn.
Zubereitung 1 Std.
Gesamt 3 Stdn.
KategorieKuchen
Portionen 12 Stücke
Kalorien 417 kcal

(Nährwerte pro Portion)

Kohlenhydrate 5.2 g
Protein 23.4 g
Fett 30.5 g
Ballaststoffe 16.1 g
KH % 5.3 %
Protein % 23.9 %
Fett % 70.8 %

Zutaten
  

Boden

Streusel

Mohnback

Anleitungen
 

Boden

  • Wichtig: alle Zutaten müssen zimmerwarm sein!
  • Alle trockenen Zutaten gut vermengen.
  • Das Ei und die zimmerwarme Butter in Flöckchen dazugeben und mit dem Knethaken des Handrührgerätes kurz durchrühren.
  • Die zimmerwarme Milch dazugießen und so lange verrühren, bis die Milch komplett gebunden ist und auch kein Mehl mehr sichtbar ist. Der Teig ist dann vermutlich aber noch bröselig.
  • Eine Backmatte mit Bambusfasern bemehlen und den Teig darauf mit den Händen kneten bis du eine glatte Kugel formen kannst.
  • Den Teigkugel in eine Schüssel geben und mit einem warmen, feuchten Stofftuch abdecken. Mindestens 1 Stunde an einem warmen Ort gehen lassen, besser wären 2 Stunden.

Füllung

Streusel

  • Alle trockenen Zutaten für die Streusel mischen und kurz durchrühren.
  • Zimmerwarme Butter in Flöckchen dazugeben und mit den Knethaken des Handrührgerätes rühren bis ein homogener Teig entstanden ist, bzw. bis die Knethaken keinen Teig mehr formen könne. Du kannst den Teig auch im Anschluss mit den Händen zu einem glatten Teig verkneten.
  • Streuselmasse zur Seite stellen.

Zusammenbauen und backen

  • Backofen auf 160 °C Ober-/Unterhitze vorheizen
  • Wenn der Teig gegangen ist, nimmst du dir ein Backblech mit ca. 30x40cm und legst es mit einem Backpapier aus.
  • Teig auf das Blech geben und mit den Händen oder einem Teigroller gleichmäßig auf dem Blech ausrollen.
  • Mohnback in gleichmäßiger Dicke auf dem Boden verstreichen.
  • Zum Schluss den Streuselteig zerkrümeln und über dem Mohnback verstreuen.
  • Den Kuchen auf der untersten Schiene des Backofens für ca. 60 Minuten backen.
  • Sollten die Streusel zwischendurch zu dunkel werden, kannst du sie mit einem Backpapier abdecken.
😋 Schlesischer Mohnkuchen mit Streusel ohne Mehl und Zucker // Rezept

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Die angezeigten Nährwertangaben sind nur eine Schätzung und können je nach den tatsächlich verwendeten Zutaten und Marken sowie den genauen Mengen variieren.

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Mohnkuchen mit Streusel ohne Zucker

Letzte Preisaktualisierung: 24.10.2021 um 14:32 Uhr / Der angegebene Preis kann seit der letzten Aktualisierung gestiegen sein. / Bilder von der Amazon Product Advertising API / Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen.

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Bewerte das Rezept:




Barbara Huber

Tuesday 19th of October 2021

Am letzten Kirchweihsamstag wollte ich den schlesischen Mohnkuchen mit Streusel ausprobieren und hab mich sehr darauf gefreut. Da ich aber einen Gasherd mit Backofen benutze hab ich nicht damit gerechnet, dass ich den früher als im Rezept angegeben raustun muss. Vorsichtshalber hab ich ihn auf die zweite nicht die unterste Schiene geschoben. (Die mittlere, wie sonst, hätte auch gereicht). Ich hab mich drauf verlassen, dass der Kuchen auch eine Stunde braucht, weil wir auch alles sehr braun und knusprig essen. Ach ja und dann hatte ich auch nur 200 g gemahlenen Mohn statt 210. Mein Mann hat den irgendwo gekauft und ich hatte nicht mehr. Eigentlich hätte aufs Blech umgerechnet die doppelte Menge gepasst. Dünner Boden und dicker Belag. Als ich den Teig am Ende raus nehmen wollte, war ich etwas enttäuscht weil er wirklich auch für uns fast zu braun war. Vor allem der Teig am Rand und in den Ecken. Und er war insgesamt zu trocken, weil unser Gasherd eher stark backt und ich hatte ja auch nicht nachgeschaut ob er vielleicht früher fertig ist. Dafür könnt ihr jetzt gar nichts. Ich sollte ja schließlich meinen Gasherd besser kennen. Alles in allem war mein Mann begeistert und als er ein wenig durchgezogen hatte konnte man auch das Zitronenaroma wahrnehmen.

Vielen Dank für das tolle Rezept ich werde es sicher mal wieder mit veränderten Zutaten, also mehr Mohn, früher raustun ausprobieren.

LG Babsi

PS: Mein Mann konnte auch nicht mitmachen obwohl er sonst immer mithilft, so wie bei euch. Er schnipselt das Gemüse oder rollt den Teig aus. Wenn man jeden Handgriff alleine macht, hat man ganz schön zu tun. Und dann war das Ergebnis nicht so wie ich es mir vorgestellt hatte. Ausgesehen hat er aber so wie auf eurem Foto.

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