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Keto Porridge aus Leinsamen – Low Carb Frühstück

Da wir kaum Frühstücksrezepte für Keto und Low Carb haben, müssen wir uns alle zwingen, ein bisschen was Neues zu bringen. Wir frühstücken halt nicht, daher ist das nicht unser Fokus. Trotzdem haben wir was ganz, ganz leckeres: Keto Porridge – oder Low Carb Frühstücksbrei mit Leinsamen und Chia. Und Kokos. Viel Kokos!

Wie wichtig ist Frühstück?

Frühstück ist kontrovers.

Die eine Hälfte Deutschlands kann auf gar keinen Fall ohne Frühstück aus dem Haus, die andere Hälfte kann morgens auf keinen Fall was essen. Die dritte Hälfte ist eher indifferent und frühstückt vorrangig am Wochenende oder wenn anderweitig genug Zeit ist.

Was davon ist jetzt am gesündesten?

Unsere Antwort ist so unscharf wie immer, Schema F ist nämlich bescheuert.

Frühstück ist gut für dich, wenn du dich dabei gut fühlst. Abseits von intermittierende Fasten, Kalorien und Makros zählen… wenn du ohne Frühstück nicht in die Gänge kommst und dein Tag ohne Frühstück einfach nicht funktioniert, dann hast du doch deine Antwort: du musst frühstücken, und vielleicht ist das Frühstück für DICH tatsächlich die wichtigste Mahlzeit des Tages.

ICH muss das aber nicht. Wenn ich frühstücke, dann funktioniere ich vormittags deutlich schlechter also mit leerem Magen. Kopf und Körper sind dann vermutlich mit meiner Verdauung beschäftigt oder irgendwie sowas, keine Ahnung. Naja, außer am Wochenende vielleicht, aber da würde ein „Frühstück“ zumindest nicht vormittags stattfinden.

eatKETO! ist ein Programm von salala.de

Aber Frühstück IST DOCH die wichtigste Mahlzeit des Tages!

Diese Aussage ist ja schon fast sprichwörtlich und in aller Munde. Jede zweite Mama sagt das zum Nachwuchs – jedenfalls war das so als ich ein Kind war.

Das hat aber absolut nix mit unserer Physiologie oder Biologie zu tun. Unsere Vorfahren haben gegessen wenn sie hungrig waren, sofern da gerade Nahrung zur Verfügung stand – das galt letztendlich für alle Zeiten, in denen Umwelteinflüsse und andere äußere Umstände das tägliche Leben bestimmt haben. Heute tun das eher ja Ladenöffnungszeiten.

Die implizite Wichtigkeit des Frühstücks ist tatsächlich nur geschicktes Marketing. Diese Aussage geht nämlich auf Dr. John Kellogg zurück, einen der beiden Kellogg-Brüder, die das Cornflakes-Imperium gegründet haben. 1917 erschien ein entsprechender Artikel in einer von Kellogg veröffentlichen Zeitschrift, der durch die Diätologin (heute eher Diätassistentin) Lenna Cooper verfasst wurde.

Ich will weder John Kellogg noch Lenna Cooper böse Absichten unterstellen, aber den Mythos haben sie halt doch begründet. Ich konnte übrigens keine Quellen dazu finden, wie die Wichtigkeit des Frühstücks argumentiert wurde.

Zusammengefasst:

Frühstücken ist gut für dich, wenn frühstücken gut für dich ist. Wenn du dich besser fühlst, wenn du Frühstückst, dann mach. Wenn nicht, dann lass es.

Und ja, es ist WIRKLICH so einfach. Darf auch mal sein.

Aufgefrischt: wozu sind gut?

Unser Keto-Frühstücksbrei ist eine Ballaststoffbombe. Wir haben Chiasamen, Kokosflocken und Leinsamen drin. Unser Lieblingstopping sind außerdem Heidelbeeren, die auch eine ganze Menge Ballaststoffe mitbringen. Aber bevor wir uns hier überschlagen:

Alle reden immer davon, dass so wichtig sind. Warum gleich noch?

Wichtige Anmerkung: Die folgenden Infos solltest unter der Prämisse „soweit wir wissen“ bewerten. Im Licht des Carnivore-Hypes in den letzten 1-2 Jahren stellen sich aktuell durchaus neue Fragen, die das, was wir bisher zu wissen glaubten ein bisschen auf den Kopf stellen. Daher möchte ich mich in den folgenden Absätzen auf das beschränken, was aktuell noch als „ganz bestimmt ehrlich total“ richtig gilt.

Futter für die Darmbakterien

In deinem Dickdarm leben Bakterien. Sehr, sehr viele Bakterien und dazu auch noch ziemlich viele verschiedene. Zahlenmäßig sind in deinem Darm tatsächlich mehr Bakterien als du Körperzellen hast – 3-4x so viele, sagt man.

Diese Darmbakterien helfen uns bei der Verdauung von Stoffen, die unser Enzyme und andere Verdauungsmechanismen nicht oder nicht vollständig verarbeiten können.

sind so ein Thema: für die Spaltung von Kohlenhydratketten ist eine Gruppe von Enzymen namens Amylasen zuständig. Ballaststoffe haben aber stärkere Bindungen als normale KH-Ketten, so dass Amylasen hier nichts ausrichten können.

Jetzt kommen ein paar Stämme Darmbakterien ins Spiel, die diese spalten und aufessen. Die Endprodukte sind kurzkettige Fettsäuren und Gase, also Blähungen. Blähungen jeder Art sind ein klares Zeichen dafür, dass deine Darmbakterien viel Arbeit haben.

Ohne jetzt tief einzusteigen: wir können ohne Darmbakterien nicht leben, die sind wichtig und möchten bitte gefüttert werden – unter anderem mit Ballaststoffen.

Verzögerte Nährstoffaufnahme

Du kannst Ballaststoffe in 2 Typen unterteilen: Lösliche und Unlösliche. Da die Bezeichnungen nicht besonders kryptisch sind, spare ich mir weitere Erklärungen.

Lösliche ziehen Wasser an und bilden einen Brei oder ein Gel, je nach Typ. Ein schönes Beispiel ist Pektin. Pektin ist ein löslicher Ballaststoff, der in vielen Früchten wie zum Beispiel Äpfeln vorkommt und beim Einkochen dafür sorgt, dass Marmelade geliert, statt einfach flüssig zu bleiben.

Pektin löst sich dabei also in Flüssigkeit und bindet sie – hauptsächlich natürlich Wasser. Die entstandene Bindung schafft einen losen Verbund und damit den Eindruck einer mehr oder weniger zusammenhängenden Masse.

Diese Fähigkeit haben alle löslichen Ballaststoffe. Manche binden mehr Flüssigkeit, andere weniger. Glucomannan, der wichtige Ballaststoff in der Konjakwurzel, bindet das 50fache seines Eigengewichts und hält damit den Rekord aller natürlichen (bekannten) Ballaststoffe.

Das Gleiche passiert natürlich auch in deinem Verdauungstrakt. ziehen Wasser, bilden einen Brei oder ein Gel und machen den ganzen Nahrungsbrei damit etwas fester. Das Gegenteil von Durchfall.

Neben „kein Durchfall“ bewirkt dieser Vorgang auch, dass die im Nahrungsbrei eingeschlossenen Nährstoffe langsamer verdaut und resorbiert werden. „Langsam“ ist vor allem gut, wenn wir an Zucker denken: weniger Zucker auf einmal ins Blut zu lassen, bedeutet, dass die Blutzuckerkurve flacher bleibt, als mit weniger Ballaststoffen. Damit auch einen weniger HOHEN maximalen Blutzucker (nur als Hinweis: das finden wir gut).

Das ist einer der Gründe, warum zum Beispiel ein Apfel tendenziell gut, Apfelsaft aus einem Apfel aber eher nicht so toll ist. Einmal mit und einmal ohne Ballaststoffe – dabei aber die gleiche Menge Zucker.

Das Gleiche gilt auch für andere Nährstoffe, wie Vitamine. Es ist – tendenziell – gut, wenn Mikro- und langsamer resorbiert werden. Das hält länger satt und wir können einen größeren Anteil tatsächlich biologisch verwerten.

Angeregte Verdauung

Diese Bildung des Nahrungsbreis bedeutet auch, dass sich das Volumen der Nahrung vergrößert – eben durch das gebundene Wasser.

Dieses Volumen regt dann auch die Transportfunktion der Darmschläuche an, die sogenannte Peristaltik. Ohne Peristaltik bleibt alles im Darm und bewegt sich nicht vorwärts. Und fängt irgendwann an zu gären und sogar giftig zu werden. Eine sprichwörtlich „rege Verdauung“ ist also rundherum positiv. helfen dabei.

Ballaststoffe im Frühstück verhindern Knoppers

Der Zusammenhang ist ziemlich einfach: wenn du frühstückst, dann ergibt es auch viel Sinn, wenn du etwas isst, das dich lange satt hält und dich für den nächsten halben Tag oder so mit Nährstoffen versorgt.

Durch die flache Blutzuckerkurve hast du außerdem keinen raschen Blutzuckerabfall, der dich zum Beispiel nach einem weißen Brötchen mit Nutella oder Marmelade und 2-3 Stunden Wartezeit erwartet.

Zuckerfrühstück führt also zum hohem Blutzucker, führt zu einem BlutzuckerTIEF und das führt dann morgens um halb 10 in Deutschland zu Knoppers.

Ballaststoffe verhindern Knoppers.

Liebe Grüße,
Nico

Porridge ist ja normalerweise High Carb pur, nicht aber wenn du das mit Leinsamen und Chia Samen machst. Schon mal probiert? In warm ist das als Frühstück total lecker. Unser Rezept kommt mit etwas Süße und Koksmilch aus und ist total Low Carb oder besser gesagt total Keto. #lowcarbfruehstueck #lowcarbporridge #leinsamenporridge #ketooatmeal #fruehstuecksbrei #ketofruehstueck

Keto Porridge aus Leinsamen –

NicoNico
Keto-Porridge oder Low Carb Brei zum Frühstück: ballaststoffreich, lecker und sehr befriedigend, egal ob warm oder kalt!
4.6 von 15 Bewertungen
Vorbereitung 5 Min.
Zubereitung 5 Min.
Gesamt 10 Min.
Portionen 1 Schüssel
Kalorien 454 kcal

(Nährwerte pro Portion)

Kohlenhydrate 7 g
Protein 9 g
Fett 40 g
Ballaststoffe 13 g
KH % 6.6 %
Protein % 8.4 %
Fett % 85 %

Zutaten
  

Anleitungen
 

  • Leinsamen und Chiasamen zusammen mit einem Multizerkleinerer schroten/aufbrechen.
  • Kokosflocken und Süße zugeben und mit sehr heißem Wasser aufgießen. Dann rühren, bis ein zäher Brei entstanden ist. Wenn du es ein bisschen quellen lässt, wird der Brei etwas fester.
  • Anschließend Kokosmilch zugeben und rühren, bis eine Konsistenz wie Brei oder Porridge erreicht ist. Wenn es zu flüssig geworden ist, kannst du mit ein paar extra Kokosflocken schnell andicken.
  • Entweder über Nacht im Kühlschrank aufheben oder direkt warm mit den Heidelbeeren essen :)
KETO Porridge 🥣 aus Leinsamen und Chia Samen I Low Carb Frühstücksbrei Rezept

Das Video wird von YouTube eingebettet abgespielt. Es gilt die Datenschutzerklärung von Google.

Notizen

 
 

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Die angezeigten Nährwertangaben sind nur eine Schätzung und können je nach den tatsächlich verwendeten Zutaten und Marken sowie den genauen Mengen variieren.

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Letzte Preisaktualisierung: 18.10.2021 um 03:32 Uhr / Der angegebene Preis kann seit der letzten Aktualisierung gestiegen sein. / Bilder von der Amazon Product Advertising API / Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen.

eatKETO! ist ein Programm von salala.de
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Bewerte das Rezept:




Andrea W.

Tuesday 3rd of November 2020

Klingt zwar toll, aber damit schadet Ihr Euch mehr, als dass es nutzt. Leinsamen hat einen extrem hohen Gehalt an Omega-3-Fettsäuren. Diese sind bei unter 40Grad extrem gesund, weil entzündungshemmend wirkend. Wird Omega-3-Fettsäure über 40 Grad Celsius ausgesetzt, dann geht es kaputt und die Wirkung kippt ins Gegenteil und wird damit entzündlich, d.h. Ihr fördert mit diesem Essen entzündliche, krank machende Prozesse in Eurem Körper. Schaut mal nach Fr. Dr. Anne Fleck... sie erklärt das sehr oft in ihren Publikationen und Videos. Sie ist die Fachfrau in Deutschland, wenn es um Ernährung, die gesund macht, geht. Ganz viel zu dem Thema Fette und ihre gesundheitliche Wirkung findet Ihr in ihrem Buch "Ran an das Fett".

Angi

Tuesday 1st of June 2021

Mhm...., weisst du, ob dieser Effekt auch für CHIA gilt? Egal, ich hab es deshalb mal mit lauwarmen Wasser probiert, (also kochen und dann abkühlen lassen). Es funktioniert auch, nur etwas länger stehen lassen.

Marion Hermannsen

Friday 18th of September 2020

Richtig tolles Rezept. Ich vervierfache die Zutaten und habe dann immer schnelles Frühstück im Kühlschrank.

Angi

Monday 27th of July 2020

Klang bei den Zutaten ja etwas .... einfallslos - aber das Ergebnis ist absolut überraschend für mich. Steht regelmässig auf dem Frühstücksplan - wenn es denn mal Frühstück gibt. Aber, schmeckt ja auch mittags.!

Sabrina

Tuesday 26th of May 2020

Meine Leinsamen und chiasamen lassen sich im Mixer nicht zerkleinern (obwohl er sie fasst). Kann man sie auch als Ganzes essen?

Marion Hermannsen

Friday 18th of September 2020

Probier mal die Samen ins laufende Messer fallen zu lassen. Das funktioniert bei mir ganz gut 😊

Nico

Wednesday 27th of May 2020

Funktioniert im Prinzip genauso, aber du nimmst keine Nährstoffe aus den Leinsamen auf, wenn sie nicht aufgebrochen sind - von den 25 die zu zerbeißt mal abgesehen.

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