„To-pi-nam-bur“. Das ist für das (vermutlich) Studentenpärchen, das letzte Woche im Lidl in Regensburg direkt vor mir stand und *fast* die letzten Päckchen Topinambur aus dem Regal genommen hätte. Zum Glück wussten die Beiden weder wie man den Namen ausspricht noch was man damit machen kann. Nein es heißt nicht Topnamóur (mit französischem Akzent) und auch nicht Topibeaux (,Topinamboh‘, auch französischer Akzent, vielleicht mit einem Touch Kongo drin…). Rezeptideen hatten die Zwei spontan gar keine. Normal hätte ich ausgeholfen, aber ich wollte den ja selbst haben. Sorry!

Aber was ist dieser Topinambur denn nun? Im Badischen stolpert man hin und wieder mal über Schnaps oder Branntwein aus dieser Knolle, genannt „Rossler“ – abgeleitet davon, dass Topinambur auch aus Rossapfel bezeichnet wird, der Tatsache geschuldet, dass die Knollen oft an Pferde verfüttert wurden.

Oft missinterpretiert wird die Knolle als Verwandte von Kartoffel und/oder Süßkartoffel. Tatsächlich ist der Topinambur aber mit der Sonnenblume verschwägert und hat mit (Süß-)Kartoffeln quasi gar nix zu tun.

Kurzer Nährstoffexkurs

100g Topinambur enhalten u.a.:

73 kcal

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0g Fett (quasi)

4g Kohlenhydrate (dazu unten gleich mehr)

12g++

2-3g Eiweiß

Vitamine wie Karotin, B1, B2, B6, C, D, Nicotinsäure und Biotin sowie sehr viel Kalium

Topinambur: die Schattenseiten

Problem #1:

Waschen und schälen. Topinambur waschen geht noch, obwohl die Knollen oft sehr sehr erdig sind und oft auch ähnlich wie Ingwer mit vielen Auswüchsen verwachsen sind. Wirklich nervig wird es dann wenn man den Topinambur schälen möchte (was nicht immer nötig ist – eher Geschmackssache, solange er frisch ist und die Schale eher hell ist). Nämlich aus den selben Gründen warum man Ingwer nicht so gern schält. Zum Teil winzige verzweigte Knollen, viel Abfall und wenig Fleisch übrig.

Problem #2:

Inulin. Ja, nicht InSulin sondern Inulin. Hat auch nix miteinander zu tun. Inulin ist ein Ballaststoff, genauer gesagt eine Polydextrose (also ein sehr langkettiges Kohlehydrat), der nicht im Dünndarm aufgespalten werden kann sondern im Dickdarm von dort lebenden Bakterien verarbeitet wird.

Inulin ist richtig gesund, hat keinen Einfluss auf den Blutzuckerspiegel, macht Püree schön cremig, sorgt für gute Verdauung und hat einige andere positive Effekte.

Aber was ist dann das Problem dabei? NAJA! Inulin wird, wie erwähnt, im Dickdarm von Bakterien konsumiert. Bakterien produzieren beim Verdauen von Dingen Gase, das ist oft auch der Grund warum verrottende Dinge unangenehm riechen. Auch Mundgeruch entsteht zum Teil so. Und wenn Bakterien in unserem Dickdarm Zeug verdauen? Ja… ich hör ja schon auf um den heißen Brei rumzureden. Wer Inulin nicht gewohnt ist muss furzen. Viel, lange, oft.

Aber genug der schönen (?) Worte, jetzt das Rezept :)

Topinamburpüree Low Carb

Topinamburpüree

Nico
Eine leckere Low Carb alternative zu "normalem" Kartoffelbrei.
5 von 5 Bewertungen
Vorbereitung 20 Min.
Zubereitung 30 Min.
Gesamt 50 Min.
Portionen 2 Personen
Kalorien

(Nährwerte pro Portion)

Kohlenhydrate 0 g
Protein
Fett
Ballaststoffe

Zutaten
  

Anleitungen
 

  • Topinambur schälen und in leichtem Salzwasser weichkochen
  • Parmesan reiben und Knoblauch hacken
  • Wenn der Topinambur schön weich ist kann er abgegossen werden
  • Parmesan, Butter und Knoblauch zum Topinambur geben und mit dem Schneebesen oder einem Pürierstab zu einem sämigen Püree verarbeiten. Mit Pfeffer und eventuell Salz abschmecken.
  • Sofort heiß servieren.
  • Gudn!
KH %
Protein %
Fett %
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